Rückblick 2011

Schwäbisch Gmünd, 2010

Von der Kulturfahrt zum Schloss Kapfenburg und der Abtei Neresheim bis zur Exklusiv-Führung durch die Ausstellung „Quadratisch. Praktisch. Kunst. Die Sammlung Marli Hoppe-Ritter zu Gast in Schwäbisch Gmünd“ hat der Gmünder Museumsverein 2011 wieder zu einem abwechslungsreichen Programm eingeladen.

Landesgartenschau 2014:
Bebauung am Bahnhof und in der Ledergasse, Remsbrücke und Fehrle-Steg sowie Stand der Bauarbeiten am Josefsbach
Rundgang mit Baubürgermeister Julius Mihm

Montag, 18. April 2011, 18.00 Uhr

Schwäbisch Gmünd, 2011
Schwäbisch Gmünd, 2011

Die baulichen Voraussetzungen zur Landesgartenschau nach Fertigstellung des Tunnels im Zuge der B 29 werden derzeit geschaffen. Beim Gang zum Bahnhof oder bei der Fahrt durch Gmünd erleben Fußgänger und Autofahrer täglich Veränderungen im Zuge der Lorcher Straße, am Bahnhofsplatz sowie im Bereich des Josefsbachs. Der neue „Fehrle-Steg“ wird anfangs April begehbar sein und in der Ledergasse fallen demnächst das Horten-Gebäude und entlang der Remsstraße die Engel-Brauerei dem Bagger zum Opfer.

Bei einer sach- und fachkundigen Führung mit Baubürgermeister Julius Mihm erhalten wir Einblicke in die bereits abgeschlossenen und noch folgenden Baumaßnahmen. Beim Rundgang gibt es sicher auch Neuigkeiten über die vorgesehenen Projekte zur Aufwertung der Innenstadt sowie die endgültigen Gestaltungsmaßnahmen für die Landesgartenschau zu berichten. Dabei stoßen die in der Zeit nach der Inbetriebnahme des Gmünder Tunnels bis zur Eröffnung der Landesgartenschau noch folgenden Maßnahmen sicherlich auf großes Interesse, zumal erst danach die Großbaustellen in Gmünd verschwunden sein werden.

Führung: Baubürgermeister Julius Mihm
Leitung: Günther Herb (Telefon 07162/27744)
Treffpunkt: Unterer Marktplatz beim Zugang zum Spital

Kulturfahrt:
Schloss Kapfenburg und Abtei Neresheim

Samstag, 21. Mai 2011, 13.00-20.30 Uhr

Schloss Kapfenburg
Klostermuseum Abtei Neresheim, Festsaal von Dominikus Zimmermann

Auf dem Felsen einer frei vortretenden Bergkuppe am Nordrand des Härtsfeldes oberhalb von Lauchheim erhebt sich das aus verschiedenen Gebäudekomplexen bestehende ehemalige Deutschordensschloss Kapfenburg. Die 1311 erstmals urkundlich erwähnte und zum Besitz der Grafen von Oettingen gehörende mittelalterliche Burg wurde 1364 vom Deutschen Orden erworben und in den folgenden Jahrhunderten zum repräsentativen Herrschaftssitz ausgebaut, bis das Schloss mit der Säkularisation 1806 an Württemberg überging.

Trotz aufwendiger Bautätigkeit in Renaissance und Barock gibt das niemals zerstörte Schloss nach grundlegender Renovierung vor allem Zeugnis über die geistlich-ritterliche Residenz des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Auch heute noch blüht die Kultur in der Kapfenburg, denn seit Oktober 1999 hat eine internationale Musikschulakademie unter Leitung von Akademiedirektor Erich W. Hacker M.A. ihren Sitz in den Mauern der ehemaligen Feste. Der in Waldstetten wohnende Akademiedirektor wird persönlich die Schlossführung übernehmen.

Die 1095 gegründete Abtei Neresheim auf dem Ulrichsberg am östlichen Auslauf der Schwäbischen Alb ist ein Kulturdenkmal von europäischem Rang. Die Gründung des Klosters und das Wirken seiner Mönche haben außerordentlichen Anteil an der Kultivierung und Besiedelung des südwestdeutschen Landstrichs im heutigen, östlichen Baden-Württemberg. Zwischen 1694 und 1792 erfolgte die barocke Gesamterneuerung des Bauensembles. Balthasar Neumann lieferte die Entwürfe für die Abteikirche, über die in einer kunstgeschichtlichen Dokumentation geschrieben wird: „Die Barockarchitektur nicht nur in Deutschland, sondern Europas, hat weniges, was sich mit diesem Raum messen kann.“

Als die Abtei um die Mitte des 18. Jahrhunderts Reichsunmittelbarkeit erlangte, wurden die Prälatur und der angrenzende Konventbau entsprechend der politischen Stellung eines Reichsstiftes aufgewertet und barockisiert. Im Zuge einer grundlegenden Sanierung des Bauensembles erhielten diese Räumlichkeiten in den letzten Jahren ihre hochwertige Ausgestaltung zurück. Zehn davon und der ehemalige Festsaal von Dominikus Zimmermann bilden das neue Klostermuseum, welches wir unter Führung von Herrn Dr.phil. Manfred Saller besuchen werden.

Führungen: Auf Schloss Kapfenburg durch Akademiedirektor Erich W. Hacker, im Klostermuseum der Abtei Neresheim durch Dr.phil. Manfred Saller.
Leitung: Günther Herb (Telefon 07162/27744)
Einkehr: Abendessen im Klosterhospiz Neresheim
Busabfahrt: 13.00 Uhr mit der Fa. Schuster an der Schwerzer-Halle (Parkplätze bei St. Katharina).
Rückkehr: gegen 20.30 Uhr
Teilnehmerbeitrag: 21 €, Nichtmitglieder 23 €, Jugendliche bis 18 Jahre 15 € (Bezahlung im Bus). Der Beitrag umfasst Fahrtkosten, Eintritt und Führung.
Anmeldung: Unbedingt bis 09.05.2011 erforderlich bei Günther Herb unter Telefon 07162/27744, da Teilnehmerzahl auf 50 Personen begrenzt ist.

Der Salvator "bei Gmünd":
Spaziergang mit Werner Debler
Geschichtliches und Vorhaben im Zusammenhang mit der Landesgartenschau

Freitag, 10. Juni 2011, 10.00 Uhr

Schwäbisch Gmünd, 2011
Schwäbisch Gmünd, 2011

Der Salvator "bei Gmünd", ein sprechendes Zeugnis barocker Volksfrömmigkeit, birgt einzigartige Schätze, die auch die Landesgartenschau 2014 bereichern werden.

Werner Debler wird bei seiner Führung die reiche Geschichte und die faszinierenden Kunstwerke dieser alten Wallfahrtsstätte mit ihren Felsenkapellen, der Kreuzigungsgruppe, dem Ölberg, dem Kreuzweg mit seinen Stationshäuschen und Bildstöcken sowie dem von Theresia Debler gestifteten und von Michael Keller im Jahr 1770 erbauten Kaplaneihaus den Teilnehmern nahe bringen und schildern, wie man im 19. Jahrhundert vergeblich versucht hat, die überregionale Beliebtheit der "Salvatorwallfahrt" einzuschränken.

Führung: Werner Debler
Leitung: Günther Herb (Telefon 07162/27744)
Treffpunkt: Salvatorstraße am Beginn des Stationenweges.
Die Teilnehmer werden um eine Spende zugunsten des "Freundeskreises Salvator" gebeten.

Quadratisch. Praktisch. Kunst. Die Sammlung Marli-Hoppe-Ritter zu Gast in Schwäbisch Gmünd:
Exklusiv-Führung mit Museumsleiterin Dr. Gabriele Holthuis durch die große Sommer-Ausstellung im Museum im Prediger

Dienstag, 28. Juni 2011, 19.00 Uhr

Schwäbisch Gmünd, 2011

Beginnend mit Kasimir Malewitschs »Schwarzem Quadrat auf weißem Grund« (1915) ist das Quadrat zu einem Paradigma der Moderne geworden. Unzählige Künstlerinnen und Künstler haben sich mit dem Quadrat in Form und Inhalt auseinandergesetzt: vom Konstruktivismus über die De Stijl-Bewegung, die Zürcher Konkreten bis hin zur Minimal Art. Rund 800 Gemälde, Objekte, Skulpturen und grafische Arbeiten, die um das Thema Quadrat kreisen, verleihen der Kunstsammlung der Museumsgründerin Marli Hoppe-Ritter ein weltweit einzigartiges Profil. Wichtige Beispiele zeichnen die geometrisch-abstrakte Kunst seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute nach und umschließen so in konzentrierter Form ein ganzes Jahrhundert Kunstgeschichte. Zu Recht kann die Sammlung Marli Hoppe-Ritter als eine »Huldigung an das Quadrat« bezeichnet werden, analog zum Titel der richtungsweisenden Werkserie »Homage to the Square« von Josef Albers.

Mit rund 50 Werken aus fünf Jahrzehnten stellt die Ausstellung im Museum im Prediger bedeutende künstlerische Positionen der Sammlung vor. Das Spektrum reicht von der streng konstruktiv-analytischen Gestaltung bis hin zur spielerischen Auflösung der quadratischen Form und spiegelt sich in Gemälden, Collagen und Reliefs ebenso wie in der Objektkunst und Installation wider. Vertreten sind so renommierte Künstler wie Vera Molnar, François Morellet, Marcello Morandini, Jesús Rafael Soto, Peter Weber und Beat Zoderer.

Treffpunkt: Information des Museums im 1. Obergeschoss, Prediger, Johannisplatz 3.

  Ausstellungsprospekt als PDF-Datei zum Herunterladen  (PDF-Datei, 0,38MB)

Baustellenbesichtigung B 29-Tunnel im Bereich Trog Ost

Dienstag, 19. Juli 2011, 18.00 Uhr

Schwäbisch Gmünd, 2011
Schwäbisch Gmünd, 2011

Nach Durchbruch des Haupttunnels wird an der Auskleidung der Röhren, des Abluftkamins sowie der Kaverne für die Abluftzentrale gearbeitet. Zwischen Pfitzer-Kreuzung und WELEDA sind Tief- und Straßenbauarbeiten für jedermann sichtbar. Bei unserer nunmehr 3. Baustellenbesichtigung wollen wir uns über den Fortgang der Arbeiten informieren und uns vor Ort die Methode des Tunnelbaus in offener Bauweise durch Tunnelbauleiter Zengerle erklären lassen. Da üblicherweise nach 18.00 Uhr keine Arbeiten in der Baugrube mittels Baukran stattfinden, werden wir uns unter anderem in der Baugrube zwischen Pfitzer-Kreuzung und der künftigenAnschlussstelle bei der Leonhards-Kirche bewegen.

Hierfür ist festes Schuhwerk und entsprechende Bekleidung erforderlich. Da wir die Besichtigung nicht im Informationsraum der Bauleitung in der Lorcher Straße (Villa Bidlingmaier) beginnen, sind die Baustellenbesucher selbst für Gummistiefel und Warnwesten zuständig. Schutzhelme werden jedoch vor Ort von der Bauleitung gestellt. Infolge der begrenzten Teilnehmerzahl auf ca. 40 Personen ist unbedingt bis zum 09. Juli 2009 bei Günther Herb eine telefonische Anmeldung erforderlich.
 
Führung: Dipl.Ing. Johannes Zengerle u. Dipl.Ing. Günther Herb
Leitung: Günther Herb (Telefon 07162/27744)
Treffpunkt: ALDI-Parkplatz östlich des Leonhardsfriedhofs
Teilnehmerbeitrag: Um einen freiwilligen Spendenbeitrag wird gebeten.

  Infoflyer des RP Stzuttgart über die Baumaßnahme "B 29-Tunnel" als PDF-Datei zum Herunterladen  (PDF-Datei, 4,12MB)
 

Mit einem Stern * gekennzeichnete Felder bitte unbedingt ausfüllen.


Datenschutz